ArcGIS Open Data: Neue offene Daten von kanadischen Kommunen

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Esri Canada hat bekanntgegeben, dass mehr als 20 kanadische Kommunen ArcGIS Open Data einsetzen. Mit dem cloudbasierten GIS von Esri können sie ihre Daten freigeben und Transparenz, Innovation und Wirtschaftsentwicklung befördern. Unternehmen und Organisation können die offenen Daten binnen Minuten nutzbar machen – ein effizientes und effektives System zur öffentlichen Bereitstellung von Geodaten.

Der Vorsitzende von Esri Canada, Alex Miller, betonte, eine wahrlich offene Regierung würde über die bloße Bereitstellung von Datendownloads hinaus denken, sondern die Öffentlichkeit zudem mit leicht verständlichen und benutzbaren Werkzeugen zur Nutzung dieser Daten versorgen. Mit ArcGIS Open Data sei es möglich, die Daten in dynamischen Karten und Anwendungen zu präsentieren, sie zu analysieren, eigene Berichte zu erstellen und über Datenupdates benachrichtigt zu werden. ArcGIS Open Data sei dazu da, Regierungen und Verwaltungen dabei zu helfen, (Daten-)Offenheit in Engagement zu verwandeln.

Welche kanadischen Kommunen beteiligen sich?

Einige Beispiele der kanadischen Kommunen, die über ArcGIS Open Data ihre Daten bereitstellen, sind:

  • Halifax Regional Municipality, Nova Scotia
  • City of Waterloo, Ontario
  • Ville de Shawinigan, Québec
  • Prince George, BC

In Halifax, Nova Scotia, wurde im Herbs 2014 ein neuer Katalog von offenen Daten veröffentlicht. Die Öffentlichkeit kann in dem Katalog nach kommunalen Daten nach Thema oder nach Standort suchen, die Daten in Karten- oder Tabellenform ansehen und in verschiedenen Formaten herunterladen. Zur Einführung des neuen Open Data-Katalogs wurde ein Wettbewerb durchgeführt, in dem die besten Open Data-Anwendungen prämiert wurden – 38 Teilnehmer haben mitgemacht.

Ähnliche Funktionen hat auch der Open Data-Katalog von Waterloo, Ontario. Er ersetzte im Jahr 2015 ein anderes Produkt. Zur Einführung wurde auch hier eine Veranstaltung organisiert, nämlich ein Hackathon, dessen mehr als 80 Teilnehmer dem Open Data-Katalog mehreitlich gute Nutzbarkeit bescheinigten.

In Ville de Shawinigan, Québec, bemerkte man nach Einführung des neuen Open Data-Katalogs, dass wesentlich weniger Anrufe und E-Mails mit Datenanfragen von Bürgern gegeben hat. Sie haben sich durch den einfachen Zugang die Daten direkt selbst herausgesucht und heruntergeladen. Die Stadt will eine Smart City werden und das neue System helfe auf diesem Weg, wie eine GIS-Expertin der Stadt betonte.

In Prince George, British Columbia, ist man vor Einführung von ArcGIS Open Data einen Umweg bei der Veröffentlichung der kommunalen Daten gegangen: nachts wurden die Daten aus den internen Systemen extrahiert und auf den Webserver kopiert. Ein Prozess, der angesichts der zahlreichen Rasterdaten eine gewaltige Datenmengen produzierte. Seit Februar 2016 nun werden die Daten direkt an die Website weitergegeben.

Beispiel aus den USA

In einem anderen Beitrag haben wir schon über die Open Data-Anstrengungen der Stat Los Angeles berichtet.

Fazit

Es ist schön zu sehen, dass mehr und mehr Kommunen eine offene und transparente Bereitstellung ihrer Daten an die Öffentlichkeit vorantreiben. Das Esri-Produkt macht es Kommunen offenbar recht leicht. Die gute Annahme der Open Data-Kataloge in den beispielhaft genannten Städten bestätigt das. Eine Konkurrenz der Open Data-Produkte würde die Entwicklung sicher weiter beleben, doch bisher sind uns keine weiteren Produkte bekannt – Tipps zu vergleichbaren Produkten von anderen Anbietern gerne in die Kommentare!

Über Hannes Bartl 30 Artikel
Hier schreibt Hannes Bartl über Themen aus der Welt der Geoinformationstechnik. Nach einem Studium der Geografie absolviert er seit 2015 neben seinem Beruf als Berater für Kultur- und Tourismusmarketing ein Studium der Geoinformationssysteme.

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