Weißes Haus veröffentlicht neuen Open-Data-Dienst

Weißes Haus stellt Open-Data-Lösung für lokale Gemeinden vor
Weißes Haus stellt Open-Data-Lösung für lokale Gemeinden vor

Das Weiße Haus hat eine auf offen zugänglichen Daten basierende Plattform zur Nutzung für jedermann veröffentlicht. Ziel des Opportunity Project genannten Vorstoßes, der im Vorlauf der SxSW-Konferenz vorgestellt wurde, auf der US-Präsident Obama eine Rede halten wird, ist es, die ökonomische Mobilität für jeden zu erhöhen, indem bestehende Chancen aufgezeigt werden. 

Bund, Städte und private Partner des Opportunity Projects

Bisher nehmen neun US-amerikanische Städte an dem Projekt teil. Dabei sind sowohl wohlhabende und aufstrebende Städte wie New York und San Francisco als auch verblühte Industriestädte des Rust Belt wie Detroit und Indianapolis. Private Unternehmen beteiligen sich auch an der Plattform, nutzen die Daten und stellen sie Nutzern zur Verfügung. Zum Beispiel Azavea, ein Tool, mit dem man die Zugänglichkeit von öffentlichen Einrichtungen per ÖPNV besser einschätzen kann und das damit den Einwohnern hilft, die sich kein Auto leisten können oder wollen. Esri beteiligt sich, indem es einen Dienst bereitstellt, um Daten in seinen Produkten Community Analyst und Business Analyst zugänglich und nutzbar zu machen, wobei hauptsächlich Stadtplaner und Softwareentwickler angesprochen werden.

Funktion der Plattform

Unter opportunity.census.gov lässt sich die Plattform begutachten (zurzeit noch in der Beta-Phase). Die Site liegt passenderweise als Subdomain unter census.gov, wo ohnehin die meisten öffentlichen Daten zugänglich gemacht werden. Die Gestaltung der Plattform erinnert stark an die Site des neuen GeoHub der Stadt Los Angeles, auf der ebenfalls Daten öffentlich gesammelt zugänglich gemacht werden, die sonst eher verstreut bei den Behörden liegen und möglicherweise gar nicht öffentlich zur Verfügung stehen. (Ob dahinter nur die aktuelle Webdesign-Mode oder der gleiche Webdesigner steckt, lässt sich nicht mit Bestimmtheit sagen.) Es gibt vor allen Dingen Links zu Angeboten, die außerhalb der Plattform selbst liegen.

Fazit

Der Clou der Plattform ist, die ohnehin vorhandenen Daten gesammelt zugänglich zu machen, damit möglichst alle Chancen – opportunities – auch genutzt werden können. Den Open-Data-Ansatz auf so hohem Niveau umgesetzt zu sehen, und zwar unter der Beteiligung von sowohl staatlichen als privaten Mitwirkenden, ist auf jeden Fall ein positives Zeichen. Wir werden sehen, welche Erfolgsmeldungen in der nächsten Zeit diesbezüglich vermeldet werden, oder ob das Projekt im Sande verläuft.

Über Hannes Bartl 30 Artikel
Hier schreibt Hannes Bartl über Themen aus der Welt der Geoinformationstechnik. Nach einem Studium der Geografie absolviert er seit 2015 neben seinem Beruf als Berater für Kultur- und Tourismusmarketing ein Studium der Geoinformationssysteme.

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