BMW investiert massiv in autonomes Fahren

BMW Museum in München (Lizenz: CC0)
BMW Museum in München (Lizenz: CC0)

Um in Zukunft nicht zum bloßen Hersteller der Hardware für Softwareunternehmen wie Google zu werden, will BMW massiv in Forschung und Entwicklung (R&D) im Bereich des autonomen Fahrens investieren. Das Ziel ist, dass innerhalb der nächsten 5-6 Jahre die Hälfte der R&D-Belegschaft aus Programmierern bestehen soll. Das kündigte BMW kurz vor den Feiern zum 100-jährigen Bestehen der Firma an.

Derzeit sind ca. 20 % der 30.000 in der Forschung und Entwicklung tätigen Mitarbeiter von BMW und seinen Zulieferern Softwareentwickler. Das bedeutet, dass in den nächsten Jahren 15.000 bis 20.000 Leute eingestellt werden müssen, um das 50%-Ziel zu erreichen. 

Mit dem Einstieg beim Kartendienst HERE (ehem. Nokia Maps) hatte BMW zusammen mit Audi und Daimler ja bereits 2015 den Grundstein für die Unabhängigkeit von dritten Kartenanbietern gelegt. Für das autonome Fahren ist aber auch eine zenitmetergenaue Kartengrundlage nicht ausreichend, da diese natürlich nicht die hohe Dynamik der anderen Verkehrsteilnehmer oder anderer Umwelteinflüsse abbilden kann. Darum sind noch große Schritte in der Forschung und Entwicklung notwendig, um das autonome Fahren zuverlässig und sicher zu machen. Der jüngste Schritt zur Erweiterung der Forschungskapazitäten ist das Anheuern ein 200-köpfiges Team in Chicago für die Entwicklung von digitalen Innovationen, das zuvor für Nokia gearbeitet hat.

Auch wenn BMW weiterhin auf Kooperationen mit anderen Anbietern von z.B. Telekommunikationstechnologie und Cloud-Speichern angewiesen sein wird, um das autonome Fahrzeug auf die Straße zu bringen, ist die Maßgabe doch, möglichst viel In-House-Kompetenz aufzubauen.

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Hier schreibt Hannes Bartl über Themen aus der Welt der Geoinformationstechnik. Nach einem Studium der Geografie absolviert er seit 2015 neben seinem Beruf als Berater für Kultur- und Tourismusmarketing ein Studium der Geoinformationssysteme.

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